Kaiserlicher Größenwahn

Samstag 3.8.2023

Bei Regen mit all unserem Gepäck starten wir mit dem Bus zur verbotenen Stadt.

Vorher hielten wir noch am Platz des himmlischen Friedens. welcher einer große politische Bedeutung hat. Und der größte Stadtplatz der Welt sein soll. Eingerahmt von politisch wichtigen Gebäuden ( Mao‘s Mausoleum, Regierungshalle, Tor der Sonne und der verbotenen Stadt.

Gleich neben dem Platz befindet sich die berühmte Verbotene Stadt. Am Eingang hängt ein riesiges Bild von Mao Zedong, dem Gründer der Volksrepublik China. Dieses Bild wird jedes Jahr ausgetauscht, um an die Revolution und das Ende der Kaiserzeit zu erinnern.

„Dort lebten und regierten bis zur Revolution 1911 die chinesischen Kaiser der DynastienMing und Qing. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verwehrt – was den Namen Verbotene Stadt erklärt. Wikipedia

Die verbotene Stadt zeigt ermüdend viele Gebäude auf 720.000qm.

Nach der Halle der höchsten Harmonie, dem größten Gebäude der Verbotenen Stadt, erstreckte sich ein Komplex aus zahlreichen, fast identischen Holzpalästen, die durch Gänge und Plätze miteinander verbunden waren

Schon ganz schön erschlagen von dem Größenwahn des Kaisers fuhren wir weiter zum Himmelstempel. Welchen der Kaiser für eine zwei mal im Jahr stattfindenden Zeremonie erbauen ließ und der auch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war.

Nach dem Himmelstempel erfuhren wir dass wir aufgrund von Überschwemmungen nicht wie geplant mit dem Nachtzug fahren konnten und fuhren nach einem kurzen Aufenthalt an den See in der Altstadt zurück zum Hotel.

Chinesische Mauer

Freitag 2.8.2024

Früh (7:50 Uhr) am Morgen trafen wir uns mit unserer Reisegruppe und gingen in den Bus. Mit diesem wurden wir dann gut eineinhalb Stunden etwas außerhalb von Peking ( Juyongguan Great Wall) zur chinesischen Mauer gebracht.

Dort hatten wir dann gute eineinhalb Stunden um so hoch zu kommen wie wir konnten, Johann packte der Ergeiz und so machten wir uns bei 27Grad aber einer sehr hochen Luftfeuchtigkeit (85%) auf den Weg nach oben.

Die insgesamt 21 km lange, aber nicht zusammenhängende, Mauer diente als Abwehr gegen Feinde und entstand aus verschiedenen kaiserliche Dynastien und forderte viele Opfer während des Baus.

Milla (die von Jens hochgetragen wurde) und ich blieben beim zweiten Turm und Johann Mathilda und Jens schafften es hoch bis zum dritten Turm.

Weiter ging es dann zum Sommerpalast des Kaisers, wo sich deutlich mehr Menschen befanden. Die wunderschöne, künstlich angelegte, riesige Parkanlage, war schon beeindruckend, da es aber tropisch warm und nass war gönnten wir uns ein Eis, was jedoch nicht als zu gut schmeckte und die Kinder durften sich einen Fächer aussuchen.

Nach einiger Zeit eine einen guten Mittagsschlaf für Milla ging es mit den Bus weiter in die Altstadt.

Riesen Grillen/ Heuschrecken in Holzkäfigen zu verkaufen. Die machen einen Lärm!!!

Der Tag mit Aufpreis

Donnerstag 1.8.2024

Eigentlich hatte unser Tag nur ein Ziel. Mit dem Zug zurück nach Peking fahren. Nach einem leckeren Frühstück brachen wir auf zur Metro, um mit dieser zum Bahnhof zu fahren. Wir nahmen den kürzesten Weg und fühlten uns schon recht sicher im Metro-fahren (haben durch Versuch und Irrtum dazu gelernt). Leider bemerkten wir erst sehr spät dass wir zwar in der richtigen Bahn allerdings in die falsche Richtung fuhren und so wurde der Zeitpuffer rasant aufgebraucht. Es half nicht dass an jedem Ende der Linie 2 ein Flughafen ist (unser Fernbahnhof Hongqiao ist Teil von einem der beiden Flughäfen)

Sonnenaufgang in Shanghai

Als wir es bemerkten stiegen wir natürlich gleich aus und fuhren zurrück. Jedoch endete diese Bahn zwei Haltestellen vor dem Bahnhof, so das wir kurz vor dem Ziel noch auf die nächste Bahn warten mussten. Die sind sehr dicht getaktet, aber bei uns zählte mittlerweile jede Minute. Mit der Metro am Bahnhof angekommen drängelten wir uns die Rolltreppen hoch, durch den Check in und die Sicherheitskontrolle in Rekordzeit um dann, 4 Minuten zu haben um komplett durch den vollen Bahnhof, von Gleis 30 zu Gleis 1, zu sprinten.

Shanghai Bahnhof

Leider zwei Minuten zu spät kamen wir am Gleis an. und im Gegensatz zur deutschen Bahn fahren die Züge hier sehr pünktlich ab. 😭

Mit Google-translate, viel Ellenbogenkraft und einen Aufpreis (es gab nur noch Tickets für die 1. Klasse) schaffte es Jens uns in einen anderen Zug umzubuchen. Dieser braucht allerdings sechs Stunden anstatt viereinhalb und fuhr gute zweieinhalb Stunden später ab. Also suchten wir uns was zu essen und warteten auf den nächsten Zug.

Mit einigen Stunden Video, Hörbuch und Schlaf schafften wir auch diese Fahrt.

In diesem Zug bekamen wir sogar ein snackpacket, welches jedoch für uns nicht wirklich lecker war.

Snack Paket im Zug

Im Dunkeln erreichten wir dann wieder vertrauten Boden in Peking. Wir wollten schnellstmöglich zum Hotel zurück und entschieden uns fürs Taxi fahren. Wir stellten uns in der langen Taxi-schlange an und als wir endlich dran waren war der Taxi Fahrer nicht bereit uns mitzunehmen, weil wir eine Person zu viel waren. Nach langen hin und her und einem für uns zu hohen Aufpreis alias Trinkgeld brachte er uns dann doch hupend ans Ziel.

Taxi-schlange in Pekinger Bahnhof

Hier lernten wir noch beim provisorischen Abendbrot unsere Reiseleitung kennen.

Massen/ Unzählbar!!!

Dienstag 30.7.2024

Wir steigen heute in Peking in den Zug nach Shanghai ein. Alles klappt super, Milla schläft viel, Mathilda und Johann schauen zu viel Video. Immer wieder passieren wir Städte und jede Stadt scheint ein “ Meer aus Hochäusern “ zu sein. Wahnsinn wie viele Menschen hier leben! Zwischen den riesen Städten kommt immer wieder faszinierende Berge oder grüne Weiten, bis zur nächsten großen Stadt.

Hochhäuser soweit das Auge reicht

In Shanghai erleben wir wieder, was Menschenmengen sind. Wir gehen zu unserm Hotel und dann vor zur “Bund”, um von dort die berühmte Skyline im Abendhimmel zu sehen. Diese Idee scheint ganz Shanghai zu haben und wir kämpfen uns durch die Menschenmassen (Ein Wunder das wir uns nicht verloren haben), um die unzählbaren Lichter der unfassbar vielen Hochhäuser zu sehen.

Und dann zurück mit dem Strom der Menschenmassen in der “rush-hour des Tourismus” durch die Fußgängerzone mit lauter verrückten Geschäften.

Bunte Geschäfte im Überfluss

Mit Softeis, Bambussaft und Supermarkt schafften wir es im Hotel wieder anzukommen.

Blick aus dem Hotel Fenster

Der Tag heute war voll von Massen:

– Hochhäuser

– Handy

– Menschen

– Lichtern

– Foto die gemacht wurden von unseren Kinder ( sobald wir stehen blieben)

– Verrückten Geschäften/ Produkten

Shanghai Schokolade am Stiel

– Kameras

– Polizei ( Zitat Johann: Jeder zweite Chinese ist Polizist)

– Süßigkeiten

Ankunft

Freitag 26.7. 2024

Sicher und luxuriüs brachte uns Jan (Jens Cousin) und seine Crew nach Peking. Wir durften in der „Business Class“ fliegen und so wurden alle Bedenken und Herausforderungen ausgeräumt, die wir vor dem Flug hatten. Entspannt und mit Blick aus dem Cockpit war der Flug schon fast zu kurz, weil wir weder die große Filmauswahl noch genug Schlaf schaffen konnten.

Beim verlassen des Flugzeuges liefen wir wie gegen eine Wärme-Wand. Aber luxuriös ging es weiter, wir wurden von Jens Arbeitskollegen im Tesla und mit Wasser empfangen und zum Hotel gefahren.

Dort richteten wir uns ein und gingen eine Runde in den Pool auf dem Dach. Einmal wagten wir uns noch raus, um etwas zu essen und wir schafften es dank Hand-und-Fuß-Kommunikation, blanke Nudeln und Reis für die Kinder zu bestellen. Wir schafften es nur 50m weit zu gehen weil in jedem kleine Laden so wunderbar viel zu sehen war, von Quetschies über Mini Ventilatoren bis hin zu lebenden kleinen Schildkröten, die man kaufen konnte.

Satt und glücklich konnten wir heute mit vielen neuen Wünschen dann endlich schlafen.

Unser Infinity- Skyline- Pool