Chinesische Mauer

Freitag 2.8.2024

Früh (7:50 Uhr) am Morgen trafen wir uns mit unserer Reisegruppe und gingen in den Bus. Mit diesem wurden wir dann gut eineinhalb Stunden etwas außerhalb von Peking ( Juyongguan Great Wall) zur chinesischen Mauer gebracht.

Dort hatten wir dann gute eineinhalb Stunden um so hoch zu kommen wie wir konnten, Johann packte der Ergeiz und so machten wir uns bei 27Grad aber einer sehr hochen Luftfeuchtigkeit (85%) auf den Weg nach oben.

Die insgesamt 21 km lange, aber nicht zusammenhängende, Mauer diente als Abwehr gegen Feinde und entstand aus verschiedenen kaiserliche Dynastien und forderte viele Opfer während des Baus.

Milla (die von Jens hochgetragen wurde) und ich blieben beim zweiten Turm und Johann Mathilda und Jens schafften es hoch bis zum dritten Turm.

Weiter ging es dann zum Sommerpalast des Kaisers, wo sich deutlich mehr Menschen befanden. Die wunderschöne, künstlich angelegte, riesige Parkanlage, war schon beeindruckend, da es aber tropisch warm und nass war gönnten wir uns ein Eis, was jedoch nicht als zu gut schmeckte und die Kinder durften sich einen Fächer aussuchen.

Nach einiger Zeit eine einen guten Mittagsschlaf für Milla ging es mit den Bus weiter in die Altstadt.

Riesen Grillen/ Heuschrecken in Holzkäfigen zu verkaufen. Die machen einen Lärm!!!

Der Tag mit Aufpreis

Donnerstag 1.8.2024

Eigentlich hatte unser Tag nur ein Ziel. Mit dem Zug zurück nach Peking fahren. Nach einem leckeren Frühstück brachen wir auf zur Metro, um mit dieser zum Bahnhof zu fahren. Wir nahmen den kürzesten Weg und fühlten uns schon recht sicher im Metro-fahren (haben durch Versuch und Irrtum dazu gelernt). Leider bemerkten wir erst sehr spät dass wir zwar in der richtigen Bahn allerdings in die falsche Richtung fuhren und so wurde der Zeitpuffer rasant aufgebraucht. Es half nicht dass an jedem Ende der Linie 2 ein Flughafen ist (unser Fernbahnhof Hongqiao ist Teil von einem der beiden Flughäfen)

Sonnenaufgang in Shanghai

Als wir es bemerkten stiegen wir natürlich gleich aus und fuhren zurrück. Jedoch endete diese Bahn zwei Haltestellen vor dem Bahnhof, so das wir kurz vor dem Ziel noch auf die nächste Bahn warten mussten. Die sind sehr dicht getaktet, aber bei uns zählte mittlerweile jede Minute. Mit der Metro am Bahnhof angekommen drängelten wir uns die Rolltreppen hoch, durch den Check in und die Sicherheitskontrolle in Rekordzeit um dann, 4 Minuten zu haben um komplett durch den vollen Bahnhof, von Gleis 30 zu Gleis 1, zu sprinten.

Shanghai Bahnhof

Leider zwei Minuten zu spät kamen wir am Gleis an. und im Gegensatz zur deutschen Bahn fahren die Züge hier sehr pünktlich ab. 😭

Mit Google-translate, viel Ellenbogenkraft und einen Aufpreis (es gab nur noch Tickets für die 1. Klasse) schaffte es Jens uns in einen anderen Zug umzubuchen. Dieser braucht allerdings sechs Stunden anstatt viereinhalb und fuhr gute zweieinhalb Stunden später ab. Also suchten wir uns was zu essen und warteten auf den nächsten Zug.

Mit einigen Stunden Video, Hörbuch und Schlaf schafften wir auch diese Fahrt.

In diesem Zug bekamen wir sogar ein snackpacket, welches jedoch für uns nicht wirklich lecker war.

Snack Paket im Zug

Im Dunkeln erreichten wir dann wieder vertrauten Boden in Peking. Wir wollten schnellstmöglich zum Hotel zurück und entschieden uns fürs Taxi fahren. Wir stellten uns in der langen Taxi-schlange an und als wir endlich dran waren war der Taxi Fahrer nicht bereit uns mitzunehmen, weil wir eine Person zu viel waren. Nach langen hin und her und einem für uns zu hohen Aufpreis alias Trinkgeld brachte er uns dann doch hupend ans Ziel.

Taxi-schlange in Pekinger Bahnhof

Hier lernten wir noch beim provisorischen Abendbrot unsere Reiseleitung kennen.

Shanghai

Mittwoch 31.7.2024

Nach einem sehr leckerem Frühstück, machten wir uns auf den Weg, um mit einem “Hop on-Hop off” Bus durch die Stadt zu fahren.

Au dem Weg haben wir einen PEZ-Laden entdeckt.

Mathilda im Sightseeing-Bus

Wir hielten bei “Yu Yuan/Yu Garden” und schlenderten schwitzend ( bei guten 37Grad) durch den Park.

Im Notfall bitte Scheibe einschlagen und Schlagstöcke sowie kugelsichere Westen entnehmen 🙂

Nachdem wir auch den anschließenden Markt durchquert hatten mussten wir uns schon beeilen um zum Shanghai -Tower zu kommen. Denn da wollten wir drauf. Der dritthöchste Turm der Welt mit 632m. Wir fuhren mit 10m/s in das 118. Stockwerk. Und bestaunten die fast 30 Millionen Einwohnerstadt von oben.

Über viele unterirdische Wege durch verschiedene Malls, schafften wir es dann mit der Metro wieder zurück zum Hotel zu kommen.

Massen/ Unzählbar!!!

Dienstag 30.7.2024

Wir steigen heute in Peking in den Zug nach Shanghai ein. Alles klappt super, Milla schläft viel, Mathilda und Johann schauen zu viel Video. Immer wieder passieren wir Städte und jede Stadt scheint ein “ Meer aus Hochäusern “ zu sein. Wahnsinn wie viele Menschen hier leben! Zwischen den riesen Städten kommt immer wieder faszinierende Berge oder grüne Weiten, bis zur nächsten großen Stadt.

Hochhäuser soweit das Auge reicht

In Shanghai erleben wir wieder, was Menschenmengen sind. Wir gehen zu unserm Hotel und dann vor zur “Bund”, um von dort die berühmte Skyline im Abendhimmel zu sehen. Diese Idee scheint ganz Shanghai zu haben und wir kämpfen uns durch die Menschenmassen (Ein Wunder das wir uns nicht verloren haben), um die unzählbaren Lichter der unfassbar vielen Hochhäuser zu sehen.

Und dann zurück mit dem Strom der Menschenmassen in der “rush-hour des Tourismus” durch die Fußgängerzone mit lauter verrückten Geschäften.

Bunte Geschäfte im Überfluss

Mit Softeis, Bambussaft und Supermarkt schafften wir es im Hotel wieder anzukommen.

Blick aus dem Hotel Fenster

Der Tag heute war voll von Massen:

– Hochhäuser

– Handy

– Menschen

– Lichtern

– Foto die gemacht wurden von unseren Kinder ( sobald wir stehen blieben)

– Verrückten Geschäften/ Produkten

Shanghai Schokolade am Stiel

– Kameras

– Polizei ( Zitat Johann: Jeder zweite Chinese ist Polizist)

– Süßigkeiten

Kollegen, Peking Ente und unser 1. Koffer

Montag 29.7.2024

Heute besuchen wir Jens Kollegen im Büro, und gehen mit ihnen gemeinsam Essen. Es ist schön so herzlich behandelt zu werden und ein bisschen Kontakt mit “locals” zu haben. Wir bekommen Geschenke und natürlich die legendäre Peking Ente serviert.

Danach gehen wir wieder mal shoppen, denn wir brauchen einen Koffer für die Geschenke und weil wir ja doch öfter ein und auspacken müssen und es jetzt mit Koffer, hoffentlich schneller und entspannter geht. Außerdem haben wir uns leichte Jacken mit UV-Schutz gekauft, weil das hier alle tragen.

Eine Riesen Schachtel Bonbons und ein kleiner Kuschel Panda für die Kinder

Da Milla heute etwas durchhängt mit Husten und etwas Fieber hielten wir uns in einer Spielhalle auf, und schauten den Profis zu

Wir fanden tatsächlich einen kleinen Koffer. Und wir haben festgestellt, dass ist doch der erste Koffer, den wir besitzen.

Fasziniert hat uns heute ein kleiner Computer im Auto der KI gesteuert ist und mit dem Auto verknüpft ist und sogar Emotionen ein zeigt.

Aqua Park

Sonntag 28.7.2024

Nach einem etwas komplizierteren hotelwechsel machten wir uns auf den Weg zumOlympiastadion von den Olympischen Spielen 2022. Dort befindet sich jetzt ein großes Rutschenparadies. Jetzt tauchen wir ein in China oder wie Jens sagt: „Chinesischer wirds nicht mehr!“

Wir erlebten:

– Sengende Hitze,

– Menschenmassen,

– Jede Menge Schwimmutensilien zu kaufen: draußen, vor der Kasse, nach der Kasse, und im Schwimmbad 😩,

-Krasse Lautstärke,

– Event-und Bühnenprogramm+ Riesen -LED Bildschirm= Party

– Menschenschlangen die mit Megaphon koordiniert werden,

– Menschen die unsere Kinder fotografieren,

– Jeder zweite Besucher hat sein Handy in einer wasserfesten Hülle dabei und filmt und fotografiert und die andere Hälfte hat mindestens einen Schwimmring dabei

– Das Schließfach kann nur über wechat Mini-App (also mit dem Handy) geöffnet werden,

– Sehr viel junges Personal überall,

– Unterschiedlichste Bademode,

– Keine Umkleidekabinen, man zieht sich im Duschraum um und

– Lebensgroße tanzende Pandabären.

Hier ist das Partybecken sehr leer

Und zum Abendessen gab es ganz untypische Schwimmbad Pommes.

Little warriors

Samstag 27.7.2024

Nach einer etwas unruhigen Nacht mussten wir uns beeilen noch zum Frühstück zu kommen. Da gab es doch zur Freude von mir und den Kindern einige bekanntes. Dann wagten wir wir uns in die warmen Temperaturen. Wir sahen uns im nahe gelegenen Park um und fanden ein recht unbelebtes Einkauf Center. Hier gab es ein Eistee und softeis zum teilen und wir fanden einen kinder worrier park zum klettern für die Kinder. Ein kleines Highlight bei dem vielen ungewohnten.

Später holten wir uns noch ein paar Eindrücke und etwas Obst aus einem Supermarkt. Aßen dies zum späten Mittag im Hotel und mussten natürlich nochmal eine Runde in unseren Skyline-Pool.

Ankunft

Freitag 26.7. 2024

Sicher und luxuriüs brachte uns Jan (Jens Cousin) und seine Crew nach Peking. Wir durften in der „Business Class“ fliegen und so wurden alle Bedenken und Herausforderungen ausgeräumt, die wir vor dem Flug hatten. Entspannt und mit Blick aus dem Cockpit war der Flug schon fast zu kurz, weil wir weder die große Filmauswahl noch genug Schlaf schaffen konnten.

Beim verlassen des Flugzeuges liefen wir wie gegen eine Wärme-Wand. Aber luxuriös ging es weiter, wir wurden von Jens Arbeitskollegen im Tesla und mit Wasser empfangen und zum Hotel gefahren.

Dort richteten wir uns ein und gingen eine Runde in den Pool auf dem Dach. Einmal wagten wir uns noch raus, um etwas zu essen und wir schafften es dank Hand-und-Fuß-Kommunikation, blanke Nudeln und Reis für die Kinder zu bestellen. Wir schafften es nur 50m weit zu gehen weil in jedem kleine Laden so wunderbar viel zu sehen war, von Quetschies über Mini Ventilatoren bis hin zu lebenden kleinen Schildkröten, die man kaufen konnte.

Satt und glücklich konnten wir heute mit vielen neuen Wünschen dann endlich schlafen.

Unser Infinity- Skyline- Pool

Startlöcher

Endlich ist das Abendteuer zum Greifen nahe. Der Rucksack platzt aus allen Nähten aber ist mit knapp 23 kg unser einziges großes Gepäckstück. Unser stolz wurde wurde beim Gepäck aufgeben bestätigt, als der Mensch am Check in fragte: “Nur die eine Tasche?”

Gestern packten wir die Rucksäcke mit vielen Emotionen gepackt. Die Aufregung war groß und die Frustration noch größer, dass nicht alle Kuscheltiere in den Rucksack passen. …

Aber heute Mittag schaffen wir es dann vom Kindergarten ( Johanns letzter Kindergartentag) zum Bus zu gehen und zum Zug zu rennen um dann das Abenteuer „“Flughafen“ zu erleben.

So sitzen wir jetzt in München am Flughafen voller Vorfreude und warten aufs Boarding. Zum Glück gibt es Laufbänder direkt am Gate zum auspowern.

Bilanz

Wunderschön und überraschend gute touristische Infrastruktur haben wir gesehen. Hatten wie immer trotz viel Zeit einfach zu wenig und wollen uns irgendwann auch nochmal auf den Weg machen. Schließlich fehlen uns noch Sarajevo, Nord Mazedonien und Albanien, Bulgarien und Ungarn.

Das Auto: Mit dem Wohnmobil sind wir gut klar gekommen. Schnell ist mal ein Kaffee gekocht, die Toilette war oft praktisch und Betten ohne alles umbauen zu müssen auch. Das ist sehr viel wert. Frei gestanden haben wir nie 1. ist es nicht überall erlaubt und 2. ist es schwer sich mit einem riesigen Wohnmobil in die Landschaft einzufügen. Aber es ist ein einfaches und meistens bequemes Reisemittel. Die Magen-Darm-Grippe zu beginnen bei Milla und Johann hatten wir natürlich nicht gebraucht und gefehlt haben manchmal vielleicht die Fahrräder.

Die Tour: Mit 15 Nächten waren wir mit Abstand am meisten Slowenien, hier haben wir uns sehr wohlgefühlt und es ist ein wahres Outdoor-Sportparadies. Durch Bosnien Herzegowina und Serbien sind wir nur durchgerauscht. Sehr schön wild und unentdeckt aber faszienierend schön war Bosnien Herzegowina. Wir müssen wieder kommen. Auch Montenegro hat uns nicht nur landschaftlich überrascht. Hier boomt der Tourismus scheinbar und es entstehen sehr viel Hotelparks an der Küste entlang. Die wohl schönste, gemütlichste und sehr liberale Stadt war Ljubljana! Eine Stadt zum verlieben! Auch Novi Sad hat uns in den Bann gezogen… Begleitet wurden wir immer von recht hohen Bergen und alle Länder scheinen ein großes Wasservorkommen zu haben. Die Flüsse und Schluchten sind gigantisch.

Ein paar Zahlen:

  • 28 Nächte (29 Tage)
  • 21 Campingplätze/ Orte+ ljubiljana ( Ferienwohnung) (3xnächte in ljubiljana, 2xBled,2x Bohinj,2x Villach,2x Berlgrad)
  • 6 länder: Slowenien, Österreich,Bosnien Herzegowina, Montenegro, Serbien, Kroatien ( Milla hat jetzt auch einen Stempel im Reisepass)
  • Ca.3500km + Zugfahrt 1300km
  • Ca. 31 Stunden Fahrzeit +17 Stunden Zugfahrt
  • 5 1/2 x getankt
  • 3x je eine Waschmaschiene
  • Der Fuß und mehr war im Bleder see, in der Soca, im Bohinj See, Ossiacher See, Mittelmeer 2x, Schwimmbad in Tuhelj
  • Touristische Highlights: Bled, Soca, Postojna Höhle + Höhlenburg, Mostar, Mittelmeer an der Adria, Kotor, Belgrad und Novi Sad, Bierbrunnen und natürlich Ljubljana
  • Mathilda Highlight war das Schwimmbad Therme Tuhelj und überall wo man schwimmen könnte,
  • Jens war sehr beeindruckt von der Bootsfahrt auf dem Skagar-See
  • Johann fühlte sich besonders ritterlich in der Burg von Celje
  • Ich bin Fan von Ljubljana und fand den Ausflug zur Theiß toll sowie die Soca

Wir sind also wieder einmal froh so schöne Landschaften, Begegnungen, viel frische Luft und tollen Atmosphären erlebt haben zu können und sind dankbar, dass wir gesund und ohne schaden wieder zu Hause angekommen sind.