La Serena

Donnerstag 17.Mai 2018

Nach einen Verwöhnfrügstück und fieberfrei verabschiedeten wir uns von unserer Wohlfühl-oase in Caleta Chanaral und machten uns auf den Weg nach La Serena.

Das kleine Städtchen war genau der richtige Stopp für einen Einkauf und ein Eis.

Etwa 45km weiter südlich blieben wir auf einem teuren, gut gepflegten Campingplatz direkt am Meer. Wir genossen den Sonnenubtergang und hielten unsere Füße in den pazifischen Ozean.

Herrlich. Bei sternenklarer und -reicher Nacht schliefen wir mal wieder im Zelt.

Vater und Tochter blicken über den Pazifik

Johann mit den Füßen im Pazifischen Ozean

Humboldt Pinguine und Seehunde

Mittwoch 16.Mai 2018

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Morgens nach dem besten Frühstück was wir hatten, machen wir uns auf den Weg zum sehr nahe gelegenen Hafen. Dort werden wir schon erwartet ziehen Schwimmwesten an und steigen in das kleine Boot.

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Mit voller Geschwindigkeit rasten und hüpfen wir über die Wellen zur großen Humboldt – Pinguin – Inseln (Reserva Naticional Pingüi de Humboldt). Dort angekommen sahen wir sehr, sehr viele Seehunde. Ein paar Buchten weiter lebte eine ganze Kolonie, mit 3000000 Bewohnern davon 1000000 kleinen Seehunde. Es war sehr schön sie zu beobachten und so nah dabei zu sein. Auch Pinguine ließen sich immer mal wieder blicken. Mal drei auf einem Felsen mal fünf die umherwatschelten…, dann fuhren wir über das große Wasser auf der Suche nach wählen und Delphinen, aber leider hatten die keine Lust sich zu zeigen. Mathilda war erleichtert, die hatte doch irgendwie Angst vom Wahl gefressen zu werden – Jona und der große Fisch ist eins der vier Bilderbücher welches uns seit vier Wochen begleitet. So ganz glaubt sie mir nicht das der Wahl keine Menschen frisst und keine scharfen Zähne hat.

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Nach einem ausführlichen und wohltuenden Mittagschlaf, gingen wir noch ein bisschen ans Meer und dann was essen. Mathilda und ich hatten Pommes und Jens die empfohlene Fischsuppe und Muscheln.

Steine, Wellen und Muscheln

Dienstag 15. Mai 2018

Am Morgen war das Meer unseres und wir kletterten auf den Steinen umher, versuchten so nah an das Wasser zu kommen und doch bei der nächsten Welle nicht nass zu werden. Außerdem gab es jede Menge Muscheln zu finden.

Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg weiter Richtung Süden. Leider verschoben wir das Tanken auf später und übersahen das es da keine Tankstelle mehr gab, so daß wir eine Extrarunde von 100km fahren mussten und leider wieder erst sehr spät ankamen.

Da Johann seit gestern Abend Fieber hat beschlossen wir in ein Hotel unterzukomnen. Es war wunderschön und faszinierend wie die Wüste (wir haben wieder einige Eselherden gesehen) einfach ins Meer übergeht.

Caldera

Montag 14. Mai 2018

Viel später als gedacht schafften wir es los zu kommen, um nochmal zum Hafen zu gehen, was zum Mittag zu besorgen und einzukaufen.

Die Sonne kam raus und wir gönnten uns noch ein Eis und genossen den touristischen Flair der Stadt.

Die übliche (diesmal sehr verspätete) Mittagsschlafzeit verbrachten wir damit die Küstenstraße nach Süden zu fahren (nicht die Ruta 5) in die Nähe von Huasco. Wo wir eine Cabana direkt am Meer hatten, die wir gerade mit dem Sonnenuntergang erreichten.

Kindertag/ Von den Bergen an das Meer

Sonntag 13.Mai 2018

Nach dem langen aufregenden Tag gestern, wollten wir einen Kindertag einlegen und gingen am Vormittag in Copiapo in den zoo/ Tierpark. Der machte allerdings erst um 11Uhr auf und der Eintritt war frei.

Dann ging es weiter zum Strand nach Caldera. Dort gab es viele neue Spielplätzen, an denen wir unseren Nachmittag verbrachten.

Wir haben mal wieder gemerkt das Kinder nicht viel Wörter brauchen um sich zu verstehen und das Eltern einfach kein Freundesersatz sind.

Up to the top

Samstag 12. Mai 2018

Früh am Morgen stand Jens auf und lief zur Polizei um herauszufinden ob wir uns auf den Weg zum Paso San Francisco machen können. Die Beamten gaben uns das okay und damit begann unser Wohl sorgenreichster und herausfordernster Tag (laut Google eine Entfernung von 480km in 7:14 h-ohne Pause und Grenzkontrollen- und wir müssen auf 4600 Höhenmeter). Frühstück gab es im Auto. Kurz danach musste sich Mathilda übergeben. Wir vermuten dass die Walnüsse wohl noch nicht reif genug waren und sie sich etwas den Magen verdorben hat. So schrauben wir uns mit unserem kleinen Elend, in Body und Strumpfhose bei mir auf dem Schoß den Berg hinauf. Der Weg führte durch immer trockener werdende Landschaft und wir sahen einige Guanakos.

Die Bergseen waren zugefroren und es war ein wunderschöner Weg nach oben.

An der Argentinischen Grenze (auf ca. 3900m.ü.n.N) ging alles sehr schnell. Wir schnappen die noch leicht säuerlich riechende Mathilda, das andere Kind vom Schlaf leicht verklebt und wir ungeduscht und mit dreckigen Klamotten und bekamen unseren Ausreisestempel.

Es ging weiter, gute zwei Stunden (ca. 130km) durch das Niemandsland zur Chilenischen Grenze über den Pass mit 4624m.ü.n.N..

Wow so hoch waren wir noch nie. Eigentlich wollten wir hier ein Familienfoto machen. Aber Johann schlief und Mathilda hatte die Windel voll, so das wir stattdessen Höhenwickeln mussten.

Vor der Chilenischen Grenze wurden Teile der Straße gebaut, Teile waren gut und manche eher so Mittel wir bewegen uns recht konstant auf 4200m.ü.n.N..

Die Landschaft war irgendwie leer und trotzdem faszinieren. An der Einreise nach Chile packte Mathilda gleich ihre Sandelsachen aus und begann im Kies zu spielen. Wir waren wie schon auf der Argentinischen Seite fast die einzigen und es herrschte Ruhe und Gelassenheit. Auch ein Wüstenfuchs besuchte die Grenzbeamten. Trotzdem wurde alles ganz genau genommen. Erst der Papierkram und dann das Auto. Eine knappe Stunde kostet uns die Einreise, obwohl wir sicher den Kinderbonus hatten und gut vorbereitet waren.

Als wir es geschafft hatten und das Auto wieder gepackt war fuhren wir bis kurz hinter die Grenze und kochen uns blanko Nudeln zum späten Mittagessen (alles was zu ist und nicht frisch und fruchtig darf mit eingereist werden-natürlich fanden sie noch zwei Wallnüsse im Auto, die wir aber gerne abgaben.)

Weiter geht es dann den Berg hinab Richtung Copiapo. Langsam kamen wir tiefer und sehr langsam tauchte wieder Vegetation auf. Wir bestaunen die Farbenvielfalt der Berge. Später auch Pferde und Esel und bis kurz vor der Stadt kamen uns nur vier Autos entgegen. Oben war die Straße nicht so gut ausgebaut. Unten fuhren wir durch viel Baustelle und der Weg zog sich.

Aber die Kinder machten ihren Umständen entsprechend gut mit und hielten die lange Fahrt sehr gut aus! Und so ging ein langer, aufregender, ereignisreiche, erfolgreicher, anstrengender, besonderer und behüteter Tag zu Ende!

Von Chilecito nach Fiambala

Freitag 11.Mai 2018

Nachdem wir auf einen eher unfreundlichen Campingplatz Wallnüsse gesammelt haben, beschlossen wir in die Stadt Chilecito zu fahren. Auf dem Platz war ein Schulauftritt, dem wir kurz zusahen und uns dann in ein Cafe mit WiFi setzten.

Auf einer Internetseite über den Pass, stand das dieser heute wieder offen war, daher war unsere Entscheidung klar: Auf zum Paso San Franzisco – bzw. soweit wie wir kommen. Wir verließen nach fast 2000km die Route 40 und Bogen Richtung Chile ein.

Wir schafften es tatsächlich bis Fiambala. Dort empfing uns die Polizei durch eine ganz normale Straßenkontrolle und meinte das der Pass geschlossen ist. Wir sollen morgen früh kommen und fragen ob der Pass offen ist, die Internet Seite ist also nicht sehr verlässlich.

Also suchten wir uns einen kleinen niedlichen Campingplatz und bereiteten und auf unseren Pass mit Grenzübergang vor. Unsere Abendbeschäftigung bestand aus Nüsse knacken 🙂

Talampaya

Donnerstag 10. Mai 2018

Gestern haben wir die 3000km geknackt die wir nun schon mit dem Auto zurück gelegt haben. Heute wollen wir die besonderen Berge im Nationalpark Talampaya besichtigen.

Es ist beeindruckend was die Natur hier bietet. Wir sind uns einig, es ist bis jetzt das Schönste was wir gesehen haben. Eindeutig der landschaftlich spektakulärste Tag den wir bis jetzt hatten.

Im Nationalpark buchten wir eine Bus Tour die zweieinhalb Stunden ging und einmal durch den Canjon hin zu den Steintürmen ging (600A$ pro Erwachsenen Person). In den Nationalpark darf man nur mit geführten Touren.

Auch die weiterfahrt nach Chilicito war sehr beeindruckend und einer der schönsten Streckenabschnitte der Rita 40. Mit dem Pass Pueto Alto (2040m. ü.n.N.).

Am Abend auf dem Campingplatz bekommt Jens eine Antwort von der Polizei in Fambala. Unser geplanter Pass ist leider geschlossen. Die Straßen sind schlecht und verschneit. Leider haben wir kein Internet auf dem Campingplatz, so daß wir alle Überlegungen und Entscheidungen auf Morgen verschieben.

Entspannt geht es weiter

Mittwoch 9. Mai 2018

Am See haben wir wieder Kraft und Mut bekommen. Obwohl wir auf dem Campingplatz/ Hostel erfuhren, dass die Grenze (Paso Aqua Negra) über die wir wollten nach einem Sturm für den Winter geschlossen war.

Blick auf die schneebedeckten Anden

Wir fuhren also zurück nach San José de Jáchal, hielten nach einem Supermarkt ausschau und gönnten uns ein dekadent Mittagessen.

Mittagschlaf wurde dann im Auto gemacht und uns zeigte sich argentienien Weite und rötliche Felsen.

Kurz stoppten wir um zu überlegen ob wir den Nationalpark ansehen wollen und wenn ja wann. Entschieden uns für einen Campingplatz in Villa Union und freuten uns über einen Nachmittag Zeit und der morgige Besuch in dem Nationalpark Talampaya

Tag der Entscheidung

Dienstag 8. Mai 2018

Trüb beginnt der Tag und nach dem Aufräumen und Frühstück ging es eine Schotterstraße mit viel Baustelle zur vertrauten geraden Rita 40. Wir passierten das erste Solarfeld (in der Weite und der angeblich sonnensicheren Gegend)

Unsere Stimmung war wie das Wetter: Die Wolken drücken die Stimmung. Einen wirklichen Plan gab es noch immer nicht….

So fuhren wir nach San Josè de Jáchal und suchten dort einen Campingplatz. Bei Campingplätze waren nicht so attraktiv so das wir entschlossen den Weg Richtung Anden und damit auch Richtung Chile anzusteuern. Eine etwas engere und kurvige Straße führte uns an einer Schlucht bzw. am Rio Jáchal entlang zur Stadt Rodeo am See Lago Cuesta del Viento in einem schönem Hostel Lamaral direkt am See.