Ojos de Caburgua

Freitag 27. April 2018

Nach einer engen aber guten Nacht stand uns jetzt die „Schweiz von Chile“ offen mit einem großen Programm an Aktivitäten (wandern, Rafting, klettern, kajakfahren, bald auch Ski fahren,….) und spannenden Ausflugszielen (Vulkan, heiße Quellen, Wasserfällen, Seen, Thermen,…)

Wir machten uns auf den Weg zu den Wasserfällen von Caburga. Der Ausflug gestalteter sich nicht so lauffreudig wie gedacht, da der Parkplatz sehr nah an den Wasserfällen ist. Trotzdem genossen wir die Idylle da wir fast allein da waren.

Danach fuhren wir zum Lago Caburgua, kochen am Strand Nudeln und Mathilda bekam endlich Sandspielzeug. Es war herrlich!

Fahrtag

Donnerstag 26.April 2018

Heute regnet es und wir wollen ein bischen Strecke machen, da wir gestern nicht viel geschafft haben.

Die Tage die man in Deutschland vermeidet. Ca. 400 km am Tag fahren. Aber da das Wetter nicht so gut war war es eigentlich der perfekte Fahrtag. Mathilda hat das Malen entdeckt und das Auto als vertrautes zuhause akzeptiert.

An einer Tankstelle haben wir eine Frau getroffen die in Alaska gestartet ist und die Panamericana mit dem Rad zurückliegt. Sehr beeindruckend!

Unser Ziel war Puçon mitten im Seenland. Wir haben einn Hostel gebucht (Chili Kiwi). Bei der Ankunft erfuhren wir das Kinder nicht erlaubt sind. Aber wir durften trotzdem eine Nacht bleiben und das schöne Hostel genießen.

Anders als geplant+Villa Baviera

Mittwoch 25.April 2018

Am Morgen war alles mit Reif überzogen, aber malerisch schön. Wir verbrachten den Vormittag mit spielen auf dem Spielplatz, abwaschen und dem Versuch Guthaben auf die Handys zu bekommen.

Da wir mit unserer Handyaufladung leider nicht voran kamen machten wir uns auf den Weg zum „deutschen Dorf -Villa Baviera“ Ohne zu wissen was hinter dem Begriff stand. Als wir an der Pforte erklärten, das wir eigentlich nur Hilfe beim Guthabenaufladen haben möchten wurden wir rein gelassen. Dort wurden wir gefragt ob wir nicht bleiben wollen. Nach langen Überlegen, da wir nicht wirklich Strecke gemacht haben, bejahen wir.

Der Mittagschlaf wurde also im Hotel gemacht und dann auf dem Spielplatz gespielt.

Zwiegespalten und Meinungslos genossen wir die Gastfreundschaft und die eigenen Produkte der Bewohner des Dorfes.

Erst im Nachhinein beschäftigten wir uns mehr mit der Geschichte von der ehemaligen „Colonia Dignidad“ und sind froh das wir recht unbedarft unsere etwas komischen aber eigentlich recht postiven Erfahrungen sammeln konnten.

Angekommen

Dienstag 24. April 2018

In der Nacht wurden wir von Hunden bebellt. Und früh am Morgen kamen jede menge Trecker und Arbeitsfahrzeuge an uns vorbei. Wir waren sicher das Highlight des Dorfes an dem Morgen. Alle schauten und grüßen dann aber lächelnd.

Es war recht kalt achts und das Zelt war durch leichten Regen etwas naß von außen und von viel Atem von innen.

Wir wollten diesen Ort schnell verlassen. Bauten das Zelt unter dem kritische und amüsieren Blicken zweier Bauern zusammen und fuhren zur nächsten Tankstelle. Dort gab es dann Frühstück im Auto.

Auf der Suche nach Sandspielzeug für Mathilda und einer somit Karte, um endlich ins Internet kommen zu können führen wir nach Talca.

Dort schafften wir es mit Hilfe eines netten Mitarbeiters eine Sim- Karten zu kaufen. Mathilda bekam einen Ball und wir aßen zu Mittag, Pizza und „Sandwitch“

Weiter ging es dann Richtung Süden.

In der Nähe von Chaplin fuhren wir von der Autobahn und machten uns auf die Suche nach einer neuen Bleibe. Als ein Schild „Camping“ auftauchte, folgten wir diesem, über die „Huppelstraße“, dass mann im Auto hüpfte. Bis zu einer Kette.

Wir stiegen aus und eine Frau kam uns aus dem nahegelegenen Haus entgegen. Wir fragten über Google Translation, ob wir hier übernachten könnte und sie sagte sehr viel, was wir alles nicht verstanden. Dann ging die weg…. 🤔

Stieg ins Auto und wir folgten ihr. Vorbei an Kühen und schönen Feldern. Dann kamen wir auf den eigentlichen Campingplatz. Wunderschön mit einem kleinem Wald, Bach und eine großen Wiese. Der Besitzer kam dazu. Die Frau aus und der Campingplatz besitzer redeten untereinander. Alles was wir verstanden war, das der Campingplatz eigentlich geschlossen war, wir hier aber bleiben durften und auch alles nutzen durften, aber nix zahlen brauchten. Begeistert suchten wir uns einen Platz, bauten das Zelt zum trocknen auf und brachten System in unseren Kofferraum. So hatten wir uns das vorgestellt.

Sonne, Weite, Panorama, und wir mitten in der Natur. Die Kinder schienen ebenfalls aufzuatmen. Jetzt waren wir angekommen, so sollte sich Elternzeit anfühlen.

Zum Abendbrot gab es Grießbrei und nach dem Zähneputzen ging es dann die Leiter hoch ins Zelt.

Es war eine sternenklare Nacht und sehr kalt.

Uns wurde in der Nacht klar, warum die Campingseson beendet war. Wir machten uns besorgt Gedanken, wie es weiter gehen kann. Je südlicher desto kälter. Die Schlafsäcke der Kinder sind im Komfort Bereich ab 8 Grad was wahrscheinlich jetzt schon nicht mehr griff. Aber es war so schön und versprach noch so viel schöner zu werden. Aber die Kinder waren schon erkältet und Mathilda tat sich schwer komplett im Schlafsack zu bleiben…. Also was tun?

Erstenmal Die Nacht überstehen und am nächsten Morgen versuchen die Handys mit Guthaben zu laden.

Wild life?!

Montag 23. April 2018

Heute ist es soweit, wir wollen unser Auto abholen.

Da die Nacht zu früh zu Ende war und der Abend irgendwie fehlte, wollten wir uns nach dem Frühstück einfach die Zeit gönnen, Fotos zu ziehen, zu lesen und zu bloggen…

Das Frühstück war grandios und auch Johann holte sich danach ganz viel Schlaf. Mathilda spielte im Hostel verstecken mit ihren Kleinteile aus der Dose.

Mit dem Taxi ging es nach dem Reste- Mittagessen zur Autoverleihstation. Dort musste Jens viel Papierkram ausfüllen und alles wurde gezeigt und besprochen und dann ging es los. Die Kinder schliefen noch auf dem Gelände im Auto ein. Mit etwas Adrenalin verließen wir die Stadt und begaben uns direkt auf die „Routa 5- panamercana sul“ Richtung Süden.

Wir wollten fahren solange die Kinder schliefen, dann tanken, einkaufen und in einer alten Bäckerei (panpan vinovino- ein Kuppelbau seit 1830 wo früher Tagesrationen Brot für 1500 Landarbeiter die in der Hacienda beschäftigt waren gebacken wurden) zu Abend essen und dann einen Schlafplatz finden. Der Plan ging nicht ganz so auf. Das Einkaufen dauerte sehr lange. Wir mussten uns erstenmal ein Überblick verschaffen. Dann wollten wir nur noch schnell einen Schlafplatz finden, damit wir nicht im Dunkeln das erste Mal das Zelt aufbauen mussten. Aber auch das klappte nicht. Wir fanden nix was nicht bebaut oder umzäunt war. Leider ist unser Auto auch nicht gerade getarnt und überall waren Hunde. Dafür wurden die Anden hinter uns im wunderschönen abendliche Sonnnenuntergangslicht angestrahlt.

Auf einer Art Parkplatz im Dunkeln stellten wir uns dann einfach hin ubd verbrachten über erste Nacht im Zelt.

Santiago de CHILE 🇨🇱

Sonntag 22. April 2018

Früh am Morgen geht es wieder in den Himmel und über die Anden. Mittlerweile sind wir ja schon Flugprofis und es war mal wieder ein recht entspannter Flug. Mathildas Stickerheft ist das erste Mal zum Einsatz gekommen. In Santiago haben wir ein Taxi (den Luxus haben wir uns gegönnt, weil es schon so spät war und dringend der Mittagsschlaf gemacht werden sollte) zum Hotsel genommen. Nach dem Einchecken ging es gleich ins Zimmer und wir haben die Kinder mit viel Geduld zum Nachmittagsschlaf bekommen. Mann sind wir aus dem Rhythmus!

Jens war noch schnell eine Kleinigkeit einkaufen und kaum hatten wir gegessen, wachten die beide auf.

Wir machten uns auf den Weg zu einem nahe gelegenen Park und Spielplatz. Hier werden alle möglichen Sachen verkauft und für uns war es schwer weil wir Mathilda und der Versuchung wiedersehen mussten. Mathilda ist sehr verwirrt das sie keinen versteht ubd sie nicht verstanden wird. Zurück im Hostel schauten wir uns mitgenommen Fotos an während Jens Nudeln mit Soße kochte. Etwas Heimweh trat bei uns auf. Aber zum Glück fand Mathilda ein Deko-Fahrrad mit dem die dann spielend alle besuchen fuhr.

Der erste Abend der ganz nach herkömmlicher Routine verlief. Eigentlich wollten Jens und ich, das hostelflair noch ein bisschen genießen und das WiFi nutzen, aber wir schliefen dann mit den Kindern ein.

Tigre & Asado

Samstag 21. April 2018

Eigentlich hatten wir Tigre für das Ende unserer Reise gedacht, um auf dem tollen und riesigen Markt Mitbringsel zu kaufen. Aber da kann man auch zweimal hin. 😉

Etwas nördlich von Bouenos Aires befindet sich Tigre. Die Stadt heißt so, da laut einer Legende mal ein Tiger auf einer schwimmplanze gestrandet ist. Der Tieger war allerdings ein puma oder Jaguar. In Tigre oder kurz danach mündet der Fluss Rio Lujan in den Rio de la Platz. Das Delta ist weltweit eines der größten und splitten das Land in mehrere tausend Inseln.

Wir schlenderten über den Markt (der aufgrund der schlechten Wettervorhersage sehr leer war- für ubs wiederum perfekt und das Wetter wurde richtig gut) und aßen eine weitere argentinische Delikatesse. Kleine fritierte Fischchen.

Nach dem Essen gingen wir auf ein Schiff ubd machten eine Fahrt durch einen kleinen Teil des Delta. Es war herrlich und jeder der mal in Bouenos Aires ist sollte dort hin. Wir ließen uns den Wind durch die Haare wehen und träumten vom einem Häuschen auf einer der Inseln. Es ist wunderschön und hat was idyllisches, so eine Stadt auf dem Wasser.

Dann fuhren wir nach Hause. Kämpften mit dem Jetlag und den Folgen des Flugs. Nach einer sehr durchwachsenen letzten Nacht, wollte keiner so richtig Mittagschlaf machen. Dazu kam der eigene Schlafmangel und das alle (Johann besonders) erkältet waren von der klinaanlage im Flugzeug.

Jens ubd Rolf kauften für das abendlichen geplante Asado ein. Ubd mit leuchtenden Augen kam er zurück.

Nachdem die Kinder schliefen wurde uns vom Grillmeitser Rolf das wohl traditionelleste Essen serviert.

Vielen Dank Rolf!

Bienvenidos Argentinien 🇦🇷

Freitag 20. April 2018

Landung in Argentinien.

Der Flug ging super! Und wir wurden wunderbar empfangen. Es ist toll sich keine Gedanken machen zu müssen. Ayeleens Vater stand bereit und wir lernten schnell den Verkehr in Bouenos Aires kennen. Mit mehrfachen Staus schlängelt er sich durch die Stadt und erklärte uns die Botanik, die Kultur und das Land.

Zuhause angekommen musste er weiter zu Arbeit und Mathilda freute sich auf den Pool (der ihr aber doch zu kalt war). Nach dem Mittagessen und einen guttuenden Mittagschlaf machten wir uns auf den auf den Weg zum Spielplatz. Und dann ging es weiter zu einem Shoppingcenter, wo wir SIM-Karten und Geld abheben konnten. Außerdem lud uns Rolf zum typisch argentinischen Sandwich – lomito- ein.

Und so verging unser erster Tag in Argentinien ganz gemütlich, regnerisch aber sehr schön.

Tipp: Zu empfehlen sind unbedingt feste Schuhe und Regenjacke zu der Zeit in Argentinien

Auf und davon

Donnerstag 19. April 2018

Endlich ist es soweit. Alles is gepackt und wir sind startklar.

Mathilda dürfte noch eine kleine Dose mit Kleinen Spielsachen befüllen und dann müssten wir uns schon verabschieden. Unser Zeitplan passt, mit unserem Gepäck sind wir zufrieden (zwei große Rucksäcke und zwei kleine) nur das Wetter ist fast schon zu warm so das wir die Jacken in eine extra Tasche packen müssen.

Mathilda merkt genau das es was besonderes ist und redet die ganze Fahrt. Am Flughafen angekommen, muss der eine Rucksack natürlich ins Sperrgepäck, aber egal da müssen wir eh hin wegen dem Buggy und dem Buggyboard. Alles aufgegeben geht es zur Sicherheitskontrolle. Das dauert lange und wir müssen alles auspacken. Auf zum Gate und nach gar nicht langer Zeit ist auch schon boarding angesagt. Das Abenteuer beginnt!!!

Der Flug ging schnell und unkompliziert. Jahann schlief und bekam die Landung gar nicht mit. In Frankfurt die Überraschung. Wir sind zwar im gleichen Terminal aber müssen irgendwie trotzdem komplett durch den Terminal. Und der erscheint mir riesig. Mathildas eigeniche Zubettgehen Zeit, der Bewegungsdrang und die Neugier fordern mich sehr heraus. Dazu kommt das sie eine viel zu große Hose an hat, die beim rennen immer runter rutscht.

Dann müssen wir natürlich nochmal durch einen kompletten Sicherheitscheck. Unsere Trinkflaschen können nicht untersucht werden, so dass die Polizisten Jens nochmal zur Beschaffenheit und Reinigung befragen (mit dem schlafendem Johann auf dem Arm) Mathilda und ich müssen nochmal abgetastet werden, da ich mein Handy in der Tasche hatte. Zu der Passkontrolle läuft Mathilda mit heruntergelassenen Hose. Das ist ein bisschen peinlich. Puh ist das aufregend und plötzlich sind zweieinhalb Stunden irgendwie knapp. Angekommen am Gate bekommt Mathilda eine Brezel (für edle 2,60€) doch plötzlich geht es los. Oh nein, wir wollten noch Wickeln und Zähne putzen und jetzt dürfen Familien auch noch zu erst! Also völlig chaotisch schnappen wir unsere Sachen und dürfen an Board.

im Flugzeug war es schwer Mathilda davon zu überzeugen, dass schlafenzeit ist und sie nichts verpaßt, wenn sie schläft. Wir bauten ihr eine Höhle unter dem grandiosem Kinderbettchen. So verpaßte sie tatsächlich das Abendessen und schlief fast vier Stunden in unserem Fußraum. Leider ist dies aus Sicherheitsgründen verboten, worauf wir freundlich aber bestimmt hingewiesen wurden. So das wir Mathilda in das Kinderbettchen legten und Johann auf dem Arm schlief. Der Flug ging super.

Der Countdown läuft

Heute ist der große Tag gewesen. Mathilda hatte ihren letzten Tag im Kindergarten, Jens letzter Arbeitstag und Johanns und mein letzter Tag in Ruhe.

Wir haben den Start der Elternzeit mit einem Nachmittag im Schwimmbad gefeiert.

Und dann haben wir angefangen zu packen.

Der erste Rucksack war mit den vier Schlafsäcke schon fast voll. Aber es wird.

Nur noch 5 Tage

Dann kommen hoffentlich viele schöne Bilder!