Tag der Entscheidung

Dienstag 8. Mai 2018

Trüb beginnt der Tag und nach dem Aufräumen und Frühstück ging es eine Schotterstraße mit viel Baustelle zur vertrauten geraden Rita 40. Wir passierten das erste Solarfeld (in der Weite und der angeblich sonnensicheren Gegend)

Unsere Stimmung war wie das Wetter: Die Wolken drücken die Stimmung. Einen wirklichen Plan gab es noch immer nicht….

So fuhren wir nach San Josè de Jáchal und suchten dort einen Campingplatz. Bei Campingplätze waren nicht so attraktiv so das wir entschlossen den Weg Richtung Anden und damit auch Richtung Chile anzusteuern. Eine etwas engere und kurvige Straße führte uns an einer Schlucht bzw. am Rio Jáchal entlang zur Stadt Rodeo am See Lago Cuesta del Viento in einem schönem Hostel Lamaral direkt am See.

Wer zurück kommen will muss sich auf den Weg machen

Montag 7. Mai 2018

Heute geht es wieder weiter. Wir packen erneut unser Auto nachdem wir in den letzten Tagen sozial und emotional aufgetan haben. Schwer fällt es Abschied zu nehmen, aber es ist schön zu wissen, dass wir wieder kommen.

Etwas gedrückt ist die Stimmung da wir uns für eine Richtung entscheiden müssen. Wir kommen zu dem Entschluss das wir es wohl nicht mehr bis Salta (ca. 12500km) und den noch etwas nördlichen Pass schaffen. Dazu kommen die Bedenken mit den Grenzhöhen nach Chile in den Anden (um die 4500m ü. ñ. N. ) und die Tatsache das wir das Auto in nicht mal zwei Wochen in Santiago abgeben müssen.

Trotzallem fahren wir erstmal Richtung Norden. Unser Ziel heißt für heute San Juan.

Wir lassen die Difunta Correa (Eine berühmte Opferstelle – https://de.m.wikipedia.org/wiki/Difunta_Correa) aus Zeitmangel ca. 60km rechts neben uns ungesehen liegen. Springen in San Juan noch in einen Supermarkt und suchen uns dann einen Schlafplatz. Den finden wir beim zweiten Anlauf an dem Stausee Esambais (bei San Juan)

Interessante rote Felsen tun sich auf. Leider steht die Sonne sehr tief und die Laune der Kinder, gibt uns nicht die Möglichkeit viele Bilder zu machen.

Der erste angesteuert Campingplatz – wunderschön wie eine Oase, war leider geschlossen und wir durften nicht bleiben, so daß wir die nächste Möglichkeit nahmen und uns zwischen ein paar Bäume zu stellen. Dort stellten wir schnell das Zelt auf, taten alles für die Nacht benötigte hinein und aßen noch eine Schüssel Müsli, bevor es komplett dunkel war.

Tag am See

Sonntag 6. Mai 2018

Aye entführt uns zum See in den Bergen. Kaum lassen wir die Stadt hinter uns tun sich die Berge auf. Wir fahren eine wirklich schöne Strecke Richtung Chile und als wir aus einen Tunnel kommen erstreckt sich ein wunderschöner, riesiger See.

Dort packern wir unser ganzes Equipment aus und grillen und chillen und haben einen wunderschönen, perfekten Tag am See.

Der Grund unserer Reise….

Freitag 4. Mai 2018

Heute erwartet uns das letzte Stück bis Mendoza (353 km) und wieder ganz andere Landschaft. Es ist überwiegend flach, endlose Weite wie am Meer. Auf unserem Weg gibt als Mittagessen Sandwich vom aller feinsten.

Direkt an der Markierung der Rita 40 und den 3000 km stand der Straße.

Kurz danach erwartet uns schotterpiste, ein langes Stück, aber den geübten Fahrer haut das heute nicht mehr aus en Socken.

Und dann erreichen wir unser Ziel und einen großen Grund unserer Reise- Ayelen!

Sie nimmt uns freudig und herzlich in Empfang und wir sind so froh, Sie zu sehen. Am Nachmittag wird gequatscht, Mate getrunken, Käsebällchen gegessen und die wunderschöne Wohnung erkundet.

Staubiger Zweifel

Donnerstag 3. Mai 2018

Unser Auto jückelt weiter auf der Rota 40 immer Richtung Norden ( wir haben nun schon mehr als 2000 km hinter uns gebracht). Obwohl wir eigentlich nur 335 km zurück gelegt haben, kommt es uns allen sehr lang vor.

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STAUB

Wir haben viel nicht aspaltierte Stücke dazwischen die viel Zeit und Konzentration fordern. Der Tag begann zum Glück auf dem Spielplatz, so das wir noch ein bisschen Bewegung hatten. Und dann knappe sechs stunden Wüste!!! zum Glück auch immer mal wieder Tiere und Baustellengeschehen, die uns die Fahrt verschönern.

Die Landschaft ist trotzdem irgendwie anders und besonders. Die Steine und der Sand erscheinen farbenfroh. Gerade das letzte Stück ist sehr staubig und so entdecken wir beim Ankommen das unser „Kofferraum“ nicht unbedingt Staubsicher ist.

Heute kommen uns Zweifel. Es liegt noch so viel strecke vor uns und wir muten unsren Kindern ganz schön was zu. Sie sind nicht nur in einer fremden Umgebung in der sie keiner mehr versteht, sondern auch die Fahrten sind recht anstrengend, jede Nacht ein anderes Bett und irgendwie hätte ich auf eine bessere Bilderbücherauswahl achten sollen 🙂 Obwohl diese Elternzeit uns alle herausfordert und ich manchmal denke, Elternzeit sollte man vielleicht doch lieber zu Hause machen einfach um sich und das leben kennenzulernen und zu genießen. Aber wir genießen trotzdem die Schönheit und die Weite des Landes und sind froh über die Möglichkeit so tolle Natur zu sehen und viel Zeit im Auto zusammen zu haben:-)

Quila Quina

Dienstag 1. Mai 2018 img_20180501_142331_1216186499419867759577.jpg

Wir trotzen dem Wetter und fahren an den Strand. Wir fahren dazu am Lago Lacar (an dem auch San Martin de los Andes liegt) nach Quila Quina. Die Strecke dahin ist bis jetzt die spannendste die wir hatten. Die Stelle am See befindet sich im Nationalpark (welcher 2500$pro Person Eintritt kostet)

Der Herbst in aller Schönheit und Farbenpracht

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Unterm Steeg wurde gekocht. Nudeln mit Seeblick

Die Kühe und Pferde laufen hier frei auf ihren Pfaden entlang.

Am Abend treffen wir noch mit einem Freund von Ayelen Tom in seinem neuen Laden „Andino“ http://andino-brewpub.negocio.site

Mit dem Einzug in unsere Cabana mit Seeblick beenden wir den Tag

Die Straße der sieben Seen

Montag 30. April 2018

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Camino de los Siete Lagos- Von „Villa la Angostura“ nach „San Martin de los Andes

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Morgens wachten wir in unseren kleinem gemütlichen Holzhäuschen auf und fragten uns mal wieder warum die Menschen hier nicht richtig isolieren bei den Temperaturen. Das Auto war zugefroren, aber wir begannen den Tag ganz gemütlich mit Frühstück um uns dann auf die “ Straße der sieben Seen“ zu begeben. Ab jetzt geht es nordwärts die Ruta 40 entlang.

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Ein See war beeindruckender als der nächste. Eine wunderbare Strecke die zum Wandern und Radfahren einlädt um ganz in die fantastische Natur eintauchen zu können. Wir genossen die Fahrt wie viele andere mit dem Auto.

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Hola Argentinia!

Sonntag 29. April 2018

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Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Grenze.

Dieser Weg zeigt sich schnell als landschaftlich wunderschöne Strecke. Wir starten auf einer Art Hochebene die flach und idyllisch wirkt mit vielen glücklichen Kuhherden.

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Der Weg schraubt sich dann durch immer grüneren und dichteren Wald nach oben. Fast schon regenwaldartig ist der Nationalpark Puyehue, mit einigen Wasserfällen und im Hintergrund immer die weißen Gipfel der Anden.

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Dann passieren wir die chilenische Grenze, das erste Mal mit dem Auto und fahren fast eine Stunde durch beeindruckendes Niemandsland bis zur Argentinischen Grenze. Hier werden wir belächelt dass wir mit unseren geringen Spanischkenntnissen nach Argentinien wollen. Aber nach einem kurzen Autocheck, war es dann geschafft und wir konnten in Argentinien tanken und einkaufen und zu unserer schönen kleinen Hütte fahren. Dort machten wir einen kleinen Spaziergang durch den nahen Wald ( in Begleitung eines Bernardiners, der uns nicht mehr von der Seite wich).

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Glücklich und gespannt warten wir auf den morgigen Tag.

Lago Puyehue

Samstag 28. April 2018

Heute hatten wir einen kindgerechten Tag mit Steinchen werfen, schaukeln, Trampolin springen, draußen essen und vieles mehr. Und das alles mit Vulkan-/ Bergpanorama.