Heute machen wir uns auf den Weg nach Florenz. Wir Parken auf einen Park and Ride Parkplatz und fahren nach Florenz rein. Dort steuern wir den Dom “ Kathedrale von Florenz“ an. Nach kurzem überlegen entscheiden wir uns die Kuppel zu besteigen und der Ausblick ist gigantisch.
Wir bestaunen die vielen Maler und schauen ihrem Handwerk zu. Und dann geht es weiter zur Brücke vorbei an einem Karussell zur Freude von Mathilda und Johann.
Sehr beeindruckt hat uns der „Palazzo Vecchio“ wie Bad Kindermuseum leider donnerstags um 14 Uhr schließt. Daher machen wir uns langsam auf den Heimweg.
Wir erkunden das Gelände der Ferienwohnung. Trampolinspringen, rutschen und die Hühner anschauen steht da auf dem Programm. Außerdem gehen wir in den angrenzenden Wald und es wird einfach Mal gespielt. Das Wetter ist gut und wir fühlen uns wohl einfach “ nichts“ zu tun
Jens telefoniert und recherchiert viel und wir schaffen es einen Termin bei einer mercedeswerkstatt zu bekommen um eine neue Scheibe für unser Auto eingesetzt bekommen zu lassen. Dank google- translate😉 wir verbringen unserer Wartezeit im Decathlon und mit unseren Räzthefte. Nachdem das Auto wieder fit ist machen wir Dienstag Mittag auf den Weg in die Toskana.
Es ist befreiend Rom zu verlassen. Wir nehmen uns vor Rom nocheinmal zu besuchen mit guter Vorbereitung und mit älteren Kindern odet ohne😂
Am Morgen wollen wir uns beeilen, denn für den Vormittag ist noch Sonne angesagt. Allerdings brauchen wir wieder lange um zu den Sehenswürdigkeiten zu kommen. Wir wollen mit einem „Hop on, Hop Off-Bus“ fahren. Das machen wir dann auch. Am Kolosseum steigen wir aus. Leider ist es auch hier nicht für spontane Leute reinzukommen. Die Ticketschalter sind angeblich zu, Tickets sind ausverkauft für heute- überall irren Menschen umher und überall wollen uns Menschen was verkaufen. Mathilda und Johann verstehen nicht so ganz das wir nichts annehmen, nichts anfassen und am besten immer weiter gehen. Wir staunen also von draußen und steigen wieder in den sehr vollen Doppeldecker Bus ein. Irgendwann ergattern wir die besten Plätze, ganz vorne . Jetzt gehen wir hier nicht mehr weg !!!
Nach gut eineinhalb Runden steigen wir doch aus und gehen zur „spanischen Treppe„. Dort ist es auch voll von Menschen aber nicht so stressig. Zur großen Freude gehen wir zu McDonalds zum Mittagessen um 16 Uhr😉 weiter geht es zum „Piazza del Popolo“ von wo aus wir dann zu unsere Rückfahrt antraten.
Wir sind bereit unserer Ferienwohnung für eine Sightseeingtour zu verlassen. Jens holt noch die Kinderschuhe aus dem Auto uns kommt ohne wieder, denn jemand hat in der Nacht unsere Heckscheibe vom Bus zerschlagen. Zum Glück fehlt nichts und unser Gastgeber unterstützt uns bei der Polizei um die sprachlichen Hindernisse ( wahrscheinlich hätte es keinen englischsprachigen Polizisten auf dem Revier gegen) zu umgehen. Gegen Mittag ist soweit alles erledigt. Die Heckscheibe ist mit einer Mülltüte vor Regen gesichert und das Auto umgeparkt.
Nun starten wir in die Stadt. Und müssen uns durch den öffentlichen Nahverkehr schlagen. Irgendwie kostet das alles ganz schön Zeit und wir essen unsere Picknick um halb drei im ersten Park den wir finden. Wir laufen zum Pantheon, aber die lange Schlange hält uns davon ab reinzugehen. So laufen wir etwas stressig zum Piazza Venezia, kommen zufällig noch an der “ Sant’Ignazio di Loyola in Campo Marzio“ vorbei und kehren ein. Ein Orgelspieer spielt und wir hören eine Weile zu und verweilen. Am Piazza Venezia angekommen essen ein Eis und sind irgendwie überfordert mit der Stadt, dem vielen Angebot, engen Gassen mit Autos und den vielen Menschen. Dann machen wir uns auf den Rückweg, sind in einem Bus mit betrunkenen einheimischen und essen Pommes in einen kleinen (dreckigen) Ristorante und laufen bei Gewitter und Regen heim. Klitschnass beenden wir den Tag. Nee, heute war es nicht das Rom, was wir uns vorgestellt haben.
Nach einem italienischen Frühstück ( Kaffee und ein süßes Croissant) machen wir uns hochmotiviert, mit dem Stadtplan in der Hand auf die touristische Route von Trivoli. Aber schon beim ersten richtigen Punkt verbringen wir viel Zeit. Villa d‘ Este. Wir werden durch eine Ausstellung in dem Palast geleitet mit Bildern zu Jesus Kreuzigung und müssen viele Fragen beantworten, bzw, versuchen diese Räume schnell zu durchqueren Alpträume zu vermeiden. Dann entlich haben wir es in den riesigen herrschaftlichen Garten geschafft.
Da wir hier schon viel staunen und durch klogänge Kilometer zurücklegen, kürzen wir unseren Stadtrundgang ab und gehen zur Brücke bzw. Zur Villa Gregoriana. Hier kann man durch ein naturparkähnliches Gelände wandern und Wasserfälle sehen. Da dies auch wieder Eintritt kostet und die Laufmotivation nicht so hoch ist, entscheiden wir uns am Eingang dagegen und gehen noch ein bisschen durch die Stadt, über den Markt, essen Joghurt mit Streuseln und machen uns auf den Weg nach Rom.
Bevor es uns wieder an die Westküste verschlägt, machten wir noch halt in Mattinata. Am eigentlich ist die Region für die Strände bekannt. Wir machten uns aber auf den Weg in die Berge. Eine Entdeckungstour von einem alten Kloster mitten im Wald. Außer ein paar Kühe trafen wir niemanden. Und könnten zwischen Sonne und Regen den Herbst genießen.
Dann ging die lange Fahrt bis zu den Toren von Rom los. Hinaus aus dem riesigen Olivenanbaugebiet, vorbei an bunten, hügeligen Weinbauplantagen an der Küste, bis über die Bergregionen nach Tivoli. Eine landschaftlich schöne Fahrt.
Weiter geht es nach Matera. Nachdem wir den Weg Richtung sassi gefunden haben erstreckt sich eine alte Stadt vor uns. Viele Häuser an den Stein gebaut. Wir liefen zum Dom. Und hatten einen guten Blick auf die halbrunde Altstadt.
Von da aus liefen wir viele Treppen runter und kamen auf die untere Hauptstraße. Erst da entdeckten wir erst Materials wirkliche Faszination. Die Häuser waren in den Stein gegraben. Bzw. Bestehende Höhlen im Stein würden bewohnt, tiefer und größer gehauen , ausgebessert und verschönert, so das Haus und Stein regelrecht verschmolzen.
Wir entschieden eine Nacht hier zu bleiben und einer der ältesten Städte der Welt. Da die Höhlen schon seit der Jungsteinzeit von Menschen besiedelt waren und auch die Kirchen und die Gemälde uralt sind. In den 1950/1960 Jahren wurden die eher armen Höhlenbewohner umgesiedelt in benachbarte Häuser. Da die Höhlen ohne Strom und Wasser ausgestattet waren. Und Menschen mit ihren Tieren darin lebten. So war Matera lange der „Schandfleck“ Italiens und Krankheitsepedemien brachte die Regierung zum Handeln. Mittlerweile ist Matera Europas Kulturhauptstadt 2019 und unesco Weltkulturerbe. Es wird viel wieder hergestellt und es ist eine wunderbare, faszinierende Stadt.
Wir könnten noch ein bisschen in der Stadt umherlaufen und uns im Straßen- und Treppenlabyrinth die faszinierende Bauart bewundern. Durch die Höhlen entstanden auch die Räume auf unterschiedlichen Ebenen im Berg. Eine Stadt die man gesehen haben sollte und für die sich der Umweg zurück an die Ostküste gelohnt hat.
Am nächsten Morgen genossen wir unser Frühstück auf der Dachterrasse mit Blick auf die Altstadt sassi von Matera. Leider begann es dann zu regnen. Trotzdem machten wir uns auf den Weg zum gegenüberliegenden Berg. Da heute leider keine Busse führen entschieden wir den Berg nur bis zu Brücke hinunter zu gehen und dann wieder umzukehren.
So verlassen wir Matera. Der Versuch mit dem Auto nochmal einen Blick von der gegenüberliegenden Seite zu erhaschen misslang, da wir zu faul waren auf einen weiteren kurzen Spaziergang.
Wir übernachten in einem umgebauten Trullo ein Zipfelmützenhäuschen in der Nähe von Alberobello. Nach dem Frühstück fahren wir zu dem Ort, an dem ganz viele dieser Häuser stehen. Seit 1996 gibt es Bereiche die zu UNESCO Weltkulturerben zählen. Wir laufen durch das kleine niedliche Örtchen und sind fasziniert von der Bauweise.
Die kleinen Runddachhäuschen sind im Idealfall ohne Mörtel gebaut und halten im Sommer kühl und schattig und im Winter warm, durch für dick gemauerten Wände. Eigentlich stehen sie vereinzelt auf den Feldern in der Region, aber in Alterobollo sind sie angesammelt und galten lange als Häuser der armen. Die Legende sagt das die nicht festen, theoretisch abbaubaren Häuser auch keine Steuern zahlen müssten. Besonders sind noch die Abschlüsse auf dem Dach “ Zippus“ Schlussstein ( oft eine Kugel) und manche der Häuschen tragen Symbole auf den Dächern oder auf dem kleinen zippus. Die Bauweise findet man überall auf der Welt , auch in Deutschland, aber ursprünglich kommt es wohl aus der Türkei
Die Erde der Felder ist rötlich und Steine gibt es sehr viele hier, was die Landwirtschaft erschwert. Oliven und Wein werden viel angebaut. Hin und wieder sieht man auch Mal Kühe.
Viel zu früh wachten wir am morgen alle auf. Wir zögerten den morgen etwas raus und trotzdem hatten wir das Gefühl spätestens um 11 Uhr Mittag essen zu können. Wir liefen durch Lecce, einer ganz schönen alten Stadt mit neuem Leben. Die Stadt erscheint uns Recht innovativ. Viele kleine Läden, nette Hipster Cafés und natürlich viele alte Kirchen. Viele der schönen alten Häuser sind gut restauriert und Leuchten durch den hellen Stein.