Kindertag/ Von den Bergen an das Meer

Sonntag 13.Mai 2018

Nach dem langen aufregenden Tag gestern, wollten wir einen Kindertag einlegen und gingen am Vormittag in Copiapo in den zoo/ Tierpark. Der machte allerdings erst um 11Uhr auf und der Eintritt war frei.

Dann ging es weiter zum Strand nach Caldera. Dort gab es viele neue Spielplätzen, an denen wir unseren Nachmittag verbrachten.

Wir haben mal wieder gemerkt das Kinder nicht viel Wörter brauchen um sich zu verstehen und das Eltern einfach kein Freundesersatz sind.

Up to the top

Samstag 12. Mai 2018

Früh am Morgen stand Jens auf und lief zur Polizei um herauszufinden ob wir uns auf den Weg zum Paso San Francisco machen können. Die Beamten gaben uns das okay und damit begann unser Wohl sorgenreichster und herausfordernster Tag (laut Google eine Entfernung von 480km in 7:14 h-ohne Pause und Grenzkontrollen- und wir müssen auf 4600 Höhenmeter). Frühstück gab es im Auto. Kurz danach musste sich Mathilda übergeben. Wir vermuten dass die Walnüsse wohl noch nicht reif genug waren und sie sich etwas den Magen verdorben hat. So schrauben wir uns mit unserem kleinen Elend, in Body und Strumpfhose bei mir auf dem Schoß den Berg hinauf. Der Weg führte durch immer trockener werdende Landschaft und wir sahen einige Guanakos.

Die Bergseen waren zugefroren und es war ein wunderschöner Weg nach oben.

An der Argentinischen Grenze (auf ca. 3900m.ü.n.N) ging alles sehr schnell. Wir schnappen die noch leicht säuerlich riechende Mathilda, das andere Kind vom Schlaf leicht verklebt und wir ungeduscht und mit dreckigen Klamotten und bekamen unseren Ausreisestempel.

Es ging weiter, gute zwei Stunden (ca. 130km) durch das Niemandsland zur Chilenischen Grenze über den Pass mit 4624m.ü.n.N..

Wow so hoch waren wir noch nie. Eigentlich wollten wir hier ein Familienfoto machen. Aber Johann schlief und Mathilda hatte die Windel voll, so das wir stattdessen Höhenwickeln mussten.

Vor der Chilenischen Grenze wurden Teile der Straße gebaut, Teile waren gut und manche eher so Mittel wir bewegen uns recht konstant auf 4200m.ü.n.N..

Die Landschaft war irgendwie leer und trotzdem faszinieren. An der Einreise nach Chile packte Mathilda gleich ihre Sandelsachen aus und begann im Kies zu spielen. Wir waren wie schon auf der Argentinischen Seite fast die einzigen und es herrschte Ruhe und Gelassenheit. Auch ein Wüstenfuchs besuchte die Grenzbeamten. Trotzdem wurde alles ganz genau genommen. Erst der Papierkram und dann das Auto. Eine knappe Stunde kostet uns die Einreise, obwohl wir sicher den Kinderbonus hatten und gut vorbereitet waren.

Als wir es geschafft hatten und das Auto wieder gepackt war fuhren wir bis kurz hinter die Grenze und kochen uns blanko Nudeln zum späten Mittagessen (alles was zu ist und nicht frisch und fruchtig darf mit eingereist werden-natürlich fanden sie noch zwei Wallnüsse im Auto, die wir aber gerne abgaben.)

Weiter geht es dann den Berg hinab Richtung Copiapo. Langsam kamen wir tiefer und sehr langsam tauchte wieder Vegetation auf. Wir bestaunen die Farbenvielfalt der Berge. Später auch Pferde und Esel und bis kurz vor der Stadt kamen uns nur vier Autos entgegen. Oben war die Straße nicht so gut ausgebaut. Unten fuhren wir durch viel Baustelle und der Weg zog sich.

Aber die Kinder machten ihren Umständen entsprechend gut mit und hielten die lange Fahrt sehr gut aus! Und so ging ein langer, aufregender, ereignisreiche, erfolgreicher, anstrengender, besonderer und behüteter Tag zu Ende!

Von Chilecito nach Fiambala

Freitag 11.Mai 2018

Nachdem wir auf einen eher unfreundlichen Campingplatz Wallnüsse gesammelt haben, beschlossen wir in die Stadt Chilecito zu fahren. Auf dem Platz war ein Schulauftritt, dem wir kurz zusahen und uns dann in ein Cafe mit WiFi setzten.

Auf einer Internetseite über den Pass, stand das dieser heute wieder offen war, daher war unsere Entscheidung klar: Auf zum Paso San Franzisco – bzw. soweit wie wir kommen. Wir verließen nach fast 2000km die Route 40 und Bogen Richtung Chile ein.

Wir schafften es tatsächlich bis Fiambala. Dort empfing uns die Polizei durch eine ganz normale Straßenkontrolle und meinte das der Pass geschlossen ist. Wir sollen morgen früh kommen und fragen ob der Pass offen ist, die Internet Seite ist also nicht sehr verlässlich.

Also suchten wir uns einen kleinen niedlichen Campingplatz und bereiteten und auf unseren Pass mit Grenzübergang vor. Unsere Abendbeschäftigung bestand aus Nüsse knacken 🙂

Talampaya

Donnerstag 10. Mai 2018

Gestern haben wir die 3000km geknackt die wir nun schon mit dem Auto zurück gelegt haben. Heute wollen wir die besonderen Berge im Nationalpark Talampaya besichtigen.

Es ist beeindruckend was die Natur hier bietet. Wir sind uns einig, es ist bis jetzt das Schönste was wir gesehen haben. Eindeutig der landschaftlich spektakulärste Tag den wir bis jetzt hatten.

Im Nationalpark buchten wir eine Bus Tour die zweieinhalb Stunden ging und einmal durch den Canjon hin zu den Steintürmen ging (600A$ pro Erwachsenen Person). In den Nationalpark darf man nur mit geführten Touren.

Auch die weiterfahrt nach Chilicito war sehr beeindruckend und einer der schönsten Streckenabschnitte der Rita 40. Mit dem Pass Pueto Alto (2040m. ü.n.N.).

Am Abend auf dem Campingplatz bekommt Jens eine Antwort von der Polizei in Fambala. Unser geplanter Pass ist leider geschlossen. Die Straßen sind schlecht und verschneit. Leider haben wir kein Internet auf dem Campingplatz, so daß wir alle Überlegungen und Entscheidungen auf Morgen verschieben.

Entspannt geht es weiter

Mittwoch 9. Mai 2018

Am See haben wir wieder Kraft und Mut bekommen. Obwohl wir auf dem Campingplatz/ Hostel erfuhren, dass die Grenze (Paso Aqua Negra) über die wir wollten nach einem Sturm für den Winter geschlossen war.

Blick auf die schneebedeckten Anden

Wir fuhren also zurück nach San José de Jáchal, hielten nach einem Supermarkt ausschau und gönnten uns ein dekadent Mittagessen.

Mittagschlaf wurde dann im Auto gemacht und uns zeigte sich argentienien Weite und rötliche Felsen.

Kurz stoppten wir um zu überlegen ob wir den Nationalpark ansehen wollen und wenn ja wann. Entschieden uns für einen Campingplatz in Villa Union und freuten uns über einen Nachmittag Zeit und der morgige Besuch in dem Nationalpark Talampaya

Tag der Entscheidung

Dienstag 8. Mai 2018

Trüb beginnt der Tag und nach dem Aufräumen und Frühstück ging es eine Schotterstraße mit viel Baustelle zur vertrauten geraden Rita 40. Wir passierten das erste Solarfeld (in der Weite und der angeblich sonnensicheren Gegend)

Unsere Stimmung war wie das Wetter: Die Wolken drücken die Stimmung. Einen wirklichen Plan gab es noch immer nicht….

So fuhren wir nach San Josè de Jáchal und suchten dort einen Campingplatz. Bei Campingplätze waren nicht so attraktiv so das wir entschlossen den Weg Richtung Anden und damit auch Richtung Chile anzusteuern. Eine etwas engere und kurvige Straße führte uns an einer Schlucht bzw. am Rio Jáchal entlang zur Stadt Rodeo am See Lago Cuesta del Viento in einem schönem Hostel Lamaral direkt am See.

Wer zurück kommen will muss sich auf den Weg machen

Montag 7. Mai 2018

Heute geht es wieder weiter. Wir packen erneut unser Auto nachdem wir in den letzten Tagen sozial und emotional aufgetan haben. Schwer fällt es Abschied zu nehmen, aber es ist schön zu wissen, dass wir wieder kommen.

Etwas gedrückt ist die Stimmung da wir uns für eine Richtung entscheiden müssen. Wir kommen zu dem Entschluss das wir es wohl nicht mehr bis Salta (ca. 12500km) und den noch etwas nördlichen Pass schaffen. Dazu kommen die Bedenken mit den Grenzhöhen nach Chile in den Anden (um die 4500m ü. ñ. N. ) und die Tatsache das wir das Auto in nicht mal zwei Wochen in Santiago abgeben müssen.

Trotzallem fahren wir erstmal Richtung Norden. Unser Ziel heißt für heute San Juan.

Wir lassen die Difunta Correa (Eine berühmte Opferstelle – https://de.m.wikipedia.org/wiki/Difunta_Correa) aus Zeitmangel ca. 60km rechts neben uns ungesehen liegen. Springen in San Juan noch in einen Supermarkt und suchen uns dann einen Schlafplatz. Den finden wir beim zweiten Anlauf an dem Stausee Esambais (bei San Juan)

Interessante rote Felsen tun sich auf. Leider steht die Sonne sehr tief und die Laune der Kinder, gibt uns nicht die Möglichkeit viele Bilder zu machen.

Der erste angesteuert Campingplatz – wunderschön wie eine Oase, war leider geschlossen und wir durften nicht bleiben, so daß wir die nächste Möglichkeit nahmen und uns zwischen ein paar Bäume zu stellen. Dort stellten wir schnell das Zelt auf, taten alles für die Nacht benötigte hinein und aßen noch eine Schüssel Müsli, bevor es komplett dunkel war.

Tag am See

Sonntag 6. Mai 2018

Aye entführt uns zum See in den Bergen. Kaum lassen wir die Stadt hinter uns tun sich die Berge auf. Wir fahren eine wirklich schöne Strecke Richtung Chile und als wir aus einen Tunnel kommen erstreckt sich ein wunderschöner, riesiger See.

Dort packern wir unser ganzes Equipment aus und grillen und chillen und haben einen wunderschönen, perfekten Tag am See.

Der Grund unserer Reise….

Freitag 4. Mai 2018

Heute erwartet uns das letzte Stück bis Mendoza (353 km) und wieder ganz andere Landschaft. Es ist überwiegend flach, endlose Weite wie am Meer. Auf unserem Weg gibt als Mittagessen Sandwich vom aller feinsten.

Direkt an der Markierung der Rita 40 und den 3000 km stand der Straße.

Kurz danach erwartet uns schotterpiste, ein langes Stück, aber den geübten Fahrer haut das heute nicht mehr aus en Socken.

Und dann erreichen wir unser Ziel und einen großen Grund unserer Reise- Ayelen!

Sie nimmt uns freudig und herzlich in Empfang und wir sind so froh, Sie zu sehen. Am Nachmittag wird gequatscht, Mate getrunken, Käsebällchen gegessen und die wunderschöne Wohnung erkundet.