Xi’an und die Terrakotta Armee

Dienstag 6.8+ Mittwoch 7.8.2024

Der Nachtzug hat uns doch ganz schön gerädert und vorallem die Ankunftszeit (5:30Uhr), so dass wir uns den frühen Vormittag erstmal im Hotel ausruhten und I’ve frisch machten. Es gab auch die Möglichkeit zu waschen und so sortierten wir Wäsche. Später wollten wir die Gegend um das Hotel erkunden und holten uns noch ein spätes Frühstück bei einer Bäckerei. In einer Apotheke bekamen wir noch Sonnencreme und mückenspray und dann bekam Johanna Auge zu tränen, das Jens mir den Mädels eine Sonnenbrille besorgte und wir dann nochmal Mittagsruhe machten. Dann wagten wir uns in die Altstadt nach Xian- zum Glockenturm und ins muslimische Viertel. Dort war das Gewusel wieder groß und wir schauten, probierten und ließen uns von der Menschenmasse treiben.

Türkisches Eis

Leider schafften wir es nicht mehr auf die 14 km lange und ganze ( komplett durchgängige) dicke Stadtmauer – auf der man auch mit dem Rad fahren kann-.

Der nächste morgen begann früh. Wir machen uns mit den Bus gute eineinhalb Stunden auf den Weg raus aus der Stadt um die Terrakotta- Armee zu sehen. Nach Sicherheitskontrolle und ein durchkämpfen der Menschenmassen, konnten wir uns die drei Gebäude anschauen in denen die Armee steht und ausgegraben wird.

Da ich tatsächlich mit 8.000 Figuren gerechnet hab, fand ich etwas enttäuschend, aber doch faszinierend wie in den ausgegrabenen 2.000 Jede Figur ein Unikat ist und das alle innerhalb von 40 Jahren entstanden sind. Mit einigen Fragen gingen wir dan. Zum traditionellen Nudeln und dumpling essen mit anschließender Teezeremonie.

Am Nachmittag wollte ich eigentlich nochmal einen Versuch auf die Mauer starten, aber der Guide erwähnte ein Pool im Luxus- Nachbarhotel und damit war die Entscheidung für den späten Nachmittag gefallen.

Kindertag in Pingyao

Montag 5.8.2024

Nachdem wir gestern schon ein bisschen Altstadt Luft geschnuppert hatten, machten wir uns ausgeschlafen auf den Weg die tollen Sachen zu konsumieren, wir waren im süßes -Laden, jeder bekam ein kleines Spielzeug, Milla und Johann ließen sich schminken und Mathilda verwandelte sich in eine Alt-Chinesin.

Wir aßen Eis und kam dann zu einem Rummel. Wo es Achterbahn, Autoscooter und eine Hüpfburg gab.

Leider schafften wir es nicht mehr auf die Mauer zu gehen, obwohl wir schon Tickets gekauft hatte.

Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum abendteuer “Nachtzug”. Und verlassen das hübsche kleine, wohltemperierte Städtchen Pingyao um nach Xian aufzubrechen ( Zugfahrt: 20:26 Uhr Start/ Licht aus 22:00 Uhr / wecken 6 Uhr/ Ausstieg 5:30 Uhr)

Sitzfleisch

Sonntag 4.8.2024

Von Peking nach Pingyao. Für uns viel zu früh ging der Tag mit der Busfahrt (8uhr) und allen gepackten Sachen los nach Pingyao. Gemeinsam mit einer niederländischen Reisegruppe, teilten wir uns einen Bus. Die Fahrt war mit sechs bis sieben Stunden angesetzt. Da wir aber auch die eine oder andere Pipipause brauchten, wurden mit Pausen ein Fahrtag mit guten 10 Stunden daraus.

Also zogen wir wohltemperiert, mit viel Medien Zeit durch verschieden Landschaften.

Dann erreichte wir pingyao und bekamen noch etwas von dem besonderen Städtchen zu sehen. Es ist komplett mit einer erhaltenen Stadtmauer umgeben und unsesco Weltkulturerbe. Mit kleinen Mini-Bussen wurden wir zum Hotel gebracht. Unser Hotel ist riesig und beeindruckend, wie eine kleine eigene Stadt in der Stadt.

Unser Hotel Schein fast wie ein altes Musée um zu sein.

Abends schlenderten wir ,das erste mal wohl mit angenehmen Temperaturen, noch durch die Altstadt

Unser Hotel-Eingang

Die belebte und schöne, abendliche Altsstadt

Kaiserlicher Größenwahn

Samstag 3.8.2023

Bei Regen mit all unserem Gepäck starten wir mit dem Bus zur verbotenen Stadt.

Vorher hielten wir noch am Platz des himmlischen Friedens. welcher einer große politische Bedeutung hat. Und der größte Stadtplatz der Welt sein soll. Eingerahmt von politisch wichtigen Gebäuden ( Mao‘s Mausoleum, Regierungshalle, Tor der Sonne und der verbotenen Stadt.

Gleich neben dem Platz befindet sich die berühmte Verbotene Stadt. Am Eingang hängt ein riesiges Bild von Mao Zedong, dem Gründer der Volksrepublik China. Dieses Bild wird jedes Jahr ausgetauscht, um an die Revolution und das Ende der Kaiserzeit zu erinnern.

„Dort lebten und regierten bis zur Revolution 1911 die chinesischen Kaiser der DynastienMing und Qing. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verwehrt – was den Namen Verbotene Stadt erklärt. Wikipedia

Die verbotene Stadt zeigt ermüdend viele Gebäude auf 720.000qm.

Nach der Halle der höchsten Harmonie, dem größten Gebäude der Verbotenen Stadt, erstreckte sich ein Komplex aus zahlreichen, fast identischen Holzpalästen, die durch Gänge und Plätze miteinander verbunden waren

Schon ganz schön erschlagen von dem Größenwahn des Kaisers fuhren wir weiter zum Himmelstempel. Welchen der Kaiser für eine zwei mal im Jahr stattfindenden Zeremonie erbauen ließ und der auch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war.

Nach dem Himmelstempel erfuhren wir dass wir aufgrund von Überschwemmungen nicht wie geplant mit dem Nachtzug fahren konnten und fuhren nach einem kurzen Aufenthalt an den See in der Altstadt zurück zum Hotel.

Chinesische Mauer

Freitag 2.8.2024

Früh (7:50 Uhr) am Morgen trafen wir uns mit unserer Reisegruppe und gingen in den Bus. Mit diesem wurden wir dann gut eineinhalb Stunden etwas außerhalb von Peking ( Juyongguan Great Wall) zur chinesischen Mauer gebracht.

Dort hatten wir dann gute eineinhalb Stunden um so hoch zu kommen wie wir konnten, Johann packte der Ergeiz und so machten wir uns bei 27Grad aber einer sehr hochen Luftfeuchtigkeit (85%) auf den Weg nach oben.

Die insgesamt 21 km lange, aber nicht zusammenhängende, Mauer diente als Abwehr gegen Feinde und entstand aus verschiedenen kaiserliche Dynastien und forderte viele Opfer während des Baus.

Milla (die von Jens hochgetragen wurde) und ich blieben beim zweiten Turm und Johann Mathilda und Jens schafften es hoch bis zum dritten Turm.

Weiter ging es dann zum Sommerpalast des Kaisers, wo sich deutlich mehr Menschen befanden. Die wunderschöne, künstlich angelegte, riesige Parkanlage, war schon beeindruckend, da es aber tropisch warm und nass war gönnten wir uns ein Eis, was jedoch nicht als zu gut schmeckte und die Kinder durften sich einen Fächer aussuchen.

Nach einiger Zeit eine einen guten Mittagsschlaf für Milla ging es mit den Bus weiter in die Altstadt.

Riesen Grillen/ Heuschrecken in Holzkäfigen zu verkaufen. Die machen einen Lärm!!!

Der Tag mit Aufpreis

Donnerstag 1.8.2024

Eigentlich hatte unser Tag nur ein Ziel. Mit dem Zug zurück nach Peking fahren. Nach einem leckeren Frühstück brachen wir auf zur Metro, um mit dieser zum Bahnhof zu fahren. Wir nahmen den kürzesten Weg und fühlten uns schon recht sicher im Metro-fahren (haben durch Versuch und Irrtum dazu gelernt). Leider bemerkten wir erst sehr spät dass wir zwar in der richtigen Bahn allerdings in die falsche Richtung fuhren und so wurde der Zeitpuffer rasant aufgebraucht. Es half nicht dass an jedem Ende der Linie 2 ein Flughafen ist (unser Fernbahnhof Hongqiao ist Teil von einem der beiden Flughäfen)

Sonnenaufgang in Shanghai

Als wir es bemerkten stiegen wir natürlich gleich aus und fuhren zurrück. Jedoch endete diese Bahn zwei Haltestellen vor dem Bahnhof, so das wir kurz vor dem Ziel noch auf die nächste Bahn warten mussten. Die sind sehr dicht getaktet, aber bei uns zählte mittlerweile jede Minute. Mit der Metro am Bahnhof angekommen drängelten wir uns die Rolltreppen hoch, durch den Check in und die Sicherheitskontrolle in Rekordzeit um dann, 4 Minuten zu haben um komplett durch den vollen Bahnhof, von Gleis 30 zu Gleis 1, zu sprinten.

Shanghai Bahnhof

Leider zwei Minuten zu spät kamen wir am Gleis an. und im Gegensatz zur deutschen Bahn fahren die Züge hier sehr pünktlich ab. 😭

Mit Google-translate, viel Ellenbogenkraft und einen Aufpreis (es gab nur noch Tickets für die 1. Klasse) schaffte es Jens uns in einen anderen Zug umzubuchen. Dieser braucht allerdings sechs Stunden anstatt viereinhalb und fuhr gute zweieinhalb Stunden später ab. Also suchten wir uns was zu essen und warteten auf den nächsten Zug.

Mit einigen Stunden Video, Hörbuch und Schlaf schafften wir auch diese Fahrt.

In diesem Zug bekamen wir sogar ein snackpacket, welches jedoch für uns nicht wirklich lecker war.

Snack Paket im Zug

Im Dunkeln erreichten wir dann wieder vertrauten Boden in Peking. Wir wollten schnellstmöglich zum Hotel zurück und entschieden uns fürs Taxi fahren. Wir stellten uns in der langen Taxi-schlange an und als wir endlich dran waren war der Taxi Fahrer nicht bereit uns mitzunehmen, weil wir eine Person zu viel waren. Nach langen hin und her und einem für uns zu hohen Aufpreis alias Trinkgeld brachte er uns dann doch hupend ans Ziel.

Taxi-schlange in Pekinger Bahnhof

Hier lernten wir noch beim provisorischen Abendbrot unsere Reiseleitung kennen.

Shanghai

Mittwoch 31.7.2024

Nach einem sehr leckerem Frühstück, machten wir uns auf den Weg, um mit einem “Hop on-Hop off” Bus durch die Stadt zu fahren.

Au dem Weg haben wir einen PEZ-Laden entdeckt.

Mathilda im Sightseeing-Bus

Wir hielten bei “Yu Yuan/Yu Garden” und schlenderten schwitzend ( bei guten 37Grad) durch den Park.

Im Notfall bitte Scheibe einschlagen und Schlagstöcke sowie kugelsichere Westen entnehmen 🙂

Nachdem wir auch den anschließenden Markt durchquert hatten mussten wir uns schon beeilen um zum Shanghai -Tower zu kommen. Denn da wollten wir drauf. Der dritthöchste Turm der Welt mit 632m. Wir fuhren mit 10m/s in das 118. Stockwerk. Und bestaunten die fast 30 Millionen Einwohnerstadt von oben.

Über viele unterirdische Wege durch verschiedene Malls, schafften wir es dann mit der Metro wieder zurück zum Hotel zu kommen.

Massen/ Unzählbar!!!

Dienstag 30.7.2024

Wir steigen heute in Peking in den Zug nach Shanghai ein. Alles klappt super, Milla schläft viel, Mathilda und Johann schauen zu viel Video. Immer wieder passieren wir Städte und jede Stadt scheint ein “ Meer aus Hochäusern “ zu sein. Wahnsinn wie viele Menschen hier leben! Zwischen den riesen Städten kommt immer wieder faszinierende Berge oder grüne Weiten, bis zur nächsten großen Stadt.

Hochhäuser soweit das Auge reicht

In Shanghai erleben wir wieder, was Menschenmengen sind. Wir gehen zu unserm Hotel und dann vor zur “Bund”, um von dort die berühmte Skyline im Abendhimmel zu sehen. Diese Idee scheint ganz Shanghai zu haben und wir kämpfen uns durch die Menschenmassen (Ein Wunder das wir uns nicht verloren haben), um die unzählbaren Lichter der unfassbar vielen Hochhäuser zu sehen.

Und dann zurück mit dem Strom der Menschenmassen in der “rush-hour des Tourismus” durch die Fußgängerzone mit lauter verrückten Geschäften.

Bunte Geschäfte im Überfluss

Mit Softeis, Bambussaft und Supermarkt schafften wir es im Hotel wieder anzukommen.

Blick aus dem Hotel Fenster

Der Tag heute war voll von Massen:

– Hochhäuser

– Handy

– Menschen

– Lichtern

– Foto die gemacht wurden von unseren Kinder ( sobald wir stehen blieben)

– Verrückten Geschäften/ Produkten

Shanghai Schokolade am Stiel

– Kameras

– Polizei ( Zitat Johann: Jeder zweite Chinese ist Polizist)

– Süßigkeiten

Kollegen, Peking Ente und unser 1. Koffer

Montag 29.7.2024

Heute besuchen wir Jens Kollegen im Büro, und gehen mit ihnen gemeinsam Essen. Es ist schön so herzlich behandelt zu werden und ein bisschen Kontakt mit “locals” zu haben. Wir bekommen Geschenke und natürlich die legendäre Peking Ente serviert.

Danach gehen wir wieder mal shoppen, denn wir brauchen einen Koffer für die Geschenke und weil wir ja doch öfter ein und auspacken müssen und es jetzt mit Koffer, hoffentlich schneller und entspannter geht. Außerdem haben wir uns leichte Jacken mit UV-Schutz gekauft, weil das hier alle tragen.

Eine Riesen Schachtel Bonbons und ein kleiner Kuschel Panda für die Kinder

Da Milla heute etwas durchhängt mit Husten und etwas Fieber hielten wir uns in einer Spielhalle auf, und schauten den Profis zu

Wir fanden tatsächlich einen kleinen Koffer. Und wir haben festgestellt, dass ist doch der erste Koffer, den wir besitzen.

Fasziniert hat uns heute ein kleiner Computer im Auto der KI gesteuert ist und mit dem Auto verknüpft ist und sogar Emotionen ein zeigt.

Aqua Park

Sonntag 28.7.2024

Nach einem etwas komplizierteren hotelwechsel machten wir uns auf den Weg zumOlympiastadion von den Olympischen Spielen 2022. Dort befindet sich jetzt ein großes Rutschenparadies. Jetzt tauchen wir ein in China oder wie Jens sagt: „Chinesischer wirds nicht mehr!“

Wir erlebten:

– Sengende Hitze,

– Menschenmassen,

– Jede Menge Schwimmutensilien zu kaufen: draußen, vor der Kasse, nach der Kasse, und im Schwimmbad 😩,

-Krasse Lautstärke,

– Event-und Bühnenprogramm+ Riesen -LED Bildschirm= Party

– Menschenschlangen die mit Megaphon koordiniert werden,

– Menschen die unsere Kinder fotografieren,

– Jeder zweite Besucher hat sein Handy in einer wasserfesten Hülle dabei und filmt und fotografiert und die andere Hälfte hat mindestens einen Schwimmring dabei

– Das Schließfach kann nur über wechat Mini-App (also mit dem Handy) geöffnet werden,

– Sehr viel junges Personal überall,

– Unterschiedlichste Bademode,

– Keine Umkleidekabinen, man zieht sich im Duschraum um und

– Lebensgroße tanzende Pandabären.

Hier ist das Partybecken sehr leer

Und zum Abendessen gab es ganz untypische Schwimmbad Pommes.